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Interdisziplinärer Realisierungswettbewerb

Schloss Neuenburg

Auf einem Bergsporn hoch über der sachsen-anhaltischen Weinbaustadt Freyburg (Unstrut) erhebt sich das Schloss Neuenburg als ein weithin sichtbares Wahrzeichen. Das Schloss geht auf eine zum Ende des elften Jahrhunderts gegründete hochmittelalterliche Burganlage zurück. Im Laufe ihrer Geschichte wurde die Anlage mehrfach umgebaut: Von der wehrhaften Burg über das neuzeitliche Wohn- und Jagdschloss bis zur wirtschaftlichen Nutzung als preußische Domäne.

 

Heute beherbergt die Kernburg, dessen Kernstück der Palas mit der spätromanischen Doppelkapelle bildet, zwei Museen sowie weitere Ausstellungen. Das Schloss Neuenburg stellt einen kulturtouristischen Anziehungspunkt und ein Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung dar.

Während sich die Kernburg nach erfolgten Sanierungen in einem guten baulichen Zustand befindet, weist die im Ursprung hochmittelalterliche Vorburg erhebliche gestalterische und funktionale Defizite auf. Die etwa 2 ha große Vorburg mit dem markanten Bergfried „Dicker Wilhelm“ ist derzeit infolge der Nutzungen des 19. und 20. Jahrhunderts in ihrer traditionellen Funktion nicht gut erkennbar.

 

Die Kulturstiftung Sachsen-Anhalt hat sich daher zum Ziel gesetzt, die Einheit von Kern- und Vorburg zu einem kulturtouristischen „Erlebnisort Schloss Neuenburg“ weiter zu entwickelt. Das Gelände der Vorburg soll hierzu neu strukturiert werden um einen ganzjährigen Raum zum Erleben der „Höfischen Kultur des Mittelalters“ zu schaffen.

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Um der Vorburg wieder eine geeignete inhaltlich-bauliche, denkmal-gerechte und öffentlichkeitswirksame Ausrichtung zu geben, soll der Freiraum der Vorburg gestalterisch und funktional neu geordnet und zoniert werden. Zudem sind Neu- bzw. Umbauten für ein Besucher-informationszentrum, ein Verwaltungs- und Werkstattgebäude sowie einen Veranstaltungsbereich vorgesehen, die das Ensemble der Kernburg- und Vorburg wieder vervollständigen. Unter Berücksichtigung einer geplanten veränderten Besucherführung soll so eine Verbesserung des Gesamteindrucks und der Aufenthaltsqualitäten sowie der Orientierung erzielt werden.

Um die Umsetzung dieser anspruchsvollen Aufgabe in einer hohen architektonischen und landschaftsarchitektonischen Qualität zu gewährleisten, lobte die Kulturstiftung Sachsen-Anhalt einen interdisziplinären Wettbewerb für Architekten in Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitekten aus.

 

Das Büro für urbane Projekte war in Kooperation mit Zeit Raum Ort und unter Hinzuziehung der Sachverständigen mit der Betreuung und Vorprüfung des Verfahrens betraut.

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Auftraggeber:

Kulturstiftung Sachsen-Anhalt

Partner:

ZEIT RAUM ORT, Leipzig

Zeitraum:

2022 – 2023

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