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Entwicklungs- und Nutzungskonzept für den Robert-Koch-Park

im Stadtteil Grünau in Leipzig

Der Robert-Koch-Park im Stadtteil Leipzig-Grünau steht mit seinem historischen Landschaftspark und den denkmalgeschützten Gebäuden wie kaum ein anderer städtischer Park für die lebendige Industriegeschichte und den Zeitgeist der Jahrhundertwende. Nach unterschiedlichen Nachnutzungen in DDR-Zeiten erfuhr das Areal des Robert-Koch-Parks lange Zeit wenig Beachtung und wurde als Teil des öffentlichen Raumes kaum wahrgenommen.


Mit dem Arbeitsprogramm 2023 der Stadt Leipzig ist er nun wieder in den Fokus der Stadt(teil)entwicklung gerückt. Als eines von 30 zentralen Leitprojekten hat sich die Stadt zur Entwicklung des Robert-Koch-Parks bekannt. Ziel ist es, den Park als soziokulturelles Zentrum, Freizeitstandort und Landschaftspark zu entwickeln und so einer breiteren öffentlichen Nutzung zuzuführen.

Mit der Ansiedlung verschiedener Bildungs-, Sozial- und Freizeitangebote sowie den parkeigenen öffentlichen Grünflächen sollen die Angebote, Attraktivität und Lebensqualität insbesondere für die Bewohnerinnen und Bewohner Grünaus erweitert und gestärkt werden. Sowohl die Freiflächen als auch die teilweise noch ungenutzten Gebäude bieten großes Potenzial, eine Vielfalt an soziokulturellen, bildungs- und freizeitbezogenen Angeboten für alle zu schaffen. Dabei sind Integration und Inklusion wichtige Aspekte der Parkentwicklung.


Das vom Büro für urbane Projekte erstellte Entwicklungs- und Nutzungskonzept bildet dabei die abgestimmte Grundlage für weitere notwendige Handlungserfordernisse und nächste Planungsschritte.

Eindrücke aus dem Robert-Koch-Park

Das Entwicklungs- und Nutzungskonzept besteht aus drei Teilen. Der erste Teil fasst die Geschichte des Parks von seiner Entstehung bis heute zusammen und enthält eine umfassende Bestandaufnahme sowohl der im Park errichteten Gebäude als auch des Freiraums und Grünbestands. Darüber hinaus werden Aspekte der Erschließung, Mobilität und technischen Infrastruktur beleuchtet. Auch die Akteurslandschaft wird betrachtet, um bereits existierende kultur-, bildungs- und freizeitbezogene Angebote sowohl im direkten als auch im stadtteilübergreifenden Umfeld zu erfassen.


Ein zentraler Baustein für das Entwicklungs- und Nutzungskonzept stellt der im September 2022 durchgeführte öffentliche Bürger- und Akteursworkshop dar. Ziel war es, in verschiedenen thematischen Gesprächsrunden Perspektiven und Ideen für die Entwicklung und Nutzung des Robert-Koch-Parks zu sammeln und zu diskutieren und daraus entstehende Bedarfe an den Park und seine Möglichkeitsräume abzuleiten. Die Ergebnisse dieses Tages sind im zweiten Teil dokumentiert.


Im abschließenden Teil werden die Bedarfe und Vorstellungen der am Prozess Beteiligten hinsichtlich der Entwicklung des Parks aufgeführt und in einem „Zukunftsbild“ zusammengefasst. Zudem werden die sich aus den Nutzungsvorstellungen ergebenden Anforderungen, räumlichen Bedarfe und Umsetzungspotenziale dargestellt. Für die Gebäude werden sie steckbriefartig erläutert und mit schematischen Funktionsgrundrissen veranschaulicht; die Freiräume werden hinsichtlich möglicher Nutzungsarten und -intensität zoniert und charakterisiert.

 

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Raumpotenziale am Beispiel der Villa Wichmann

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Auftraggeber:

Stadt Leipzig, Amt für Wohnungsbau und Stadterneuerung

Projektzeitraum:

2022 – 2023

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