Beteiligungsprozess zur Vorbereitung von Maßnahmen zum Schutz vor Hochwasser der Elbe
Der Dresdner Stadtteil Laubegast ist mit seinem Ortsbild und dem besonderen Landschaftserlebnis ein wichtiger Bestandteil der Kulturlandschaft des Dresdner Elbtals. Auf Grund seiner naturräumlichen und topographischen Situation ist er zugleich Gefahren durch Hochwasser der Elbe und ansteigendes Grundwasser ausgesetzt. Nach Jahrzehnten ohne extreme Elbhochwasser offenbarten die Ereignisse vom August 2002 die besondere Verletzlichkeit des Stadtteils.
Unter dem programmatischen Titel "Leben mit dem Fluss" veranstaltete die Landeshauptstadt Dresden im Vorfeld von Planungen zum Schutz vor Hochwasser der Elbe in Laubegast einen hinsichtlich Beteiligung und Ergebnissen offenen Beteiligungsprozess als offenen Diskurs und gemeinsame Arbeit mit allen Interessierten, Betroffenen und Zuständigen. Das Ergebnis wurde in einem mit zahlreichen Beteiligten erarbeiteten Ergebnisdokument festgehalten und dem Stadtrat übergeben.
Das Büro für urbane Projekte war mit der Konzeption und Begleitung des Prozesses beauftragt.
"Mut zur Lücke" ist ein Projekt der Landesinitiative Architektur und Baukultur in Sachsen-Anhalt. Es wurde im Jahr 2007 von der Architektenkammer Sachsen-Anhalt mit Unterstützung des Ministeriums für Landesentwicklung und Verkehr mit einer Internetpräsentation beispielhafter Lückenschließungen gestartet
Anschließend wurden in den Jahren 2008/2009 sowie 2010/2011 Architektenwettbewerbe für Baulücken in ausgewählten Städten durchgeführt. Ziel der Wettbewerbe ist es, beispielhafte und zukunftsfähige Lösungen für Wohnbebauungen in Bestandsquartieren zu erhalten und so die Ansiedlung junger Familien in den Innenstädten zu fördern. Zugleich sollen geeignete Architekten sowie private Investoren und Wohnungsunternehmen für die Umsetzung gefunden werden.
Die Lutherstadt Eisleben hat sich an dieser Initiative mit zwei Baulücken beteiligt und einen Architektenwettbewerb gemäß RPW 2008 ausgelobt. Das Büro für urbane Projekte hat für die Lutherstadt Eisleben die Aufgabenstellung erarbeitet und das Wettbewerbsverfahren organisiert und betreut.
Die Ergebnisse des Wettbewerbs MUT ZUR LÜCKE 2010.2011 werden auf der Website der Architektenkammer Sachsen-Anhalt veröffentlicht.
Luthers Taufkirche steht mindestens seit 1817 – dem Jubiläum 300 Jahre Reformation – in einem öffentlichen Interesse und entwickelte sich seither zu einer Pilgerstätte für protestantische Christen aus aller Welt. Die historische Bedeutung ihrer Kirche und die enge Nachbarschaft zum neu gestalteten Luthergeburtshausensemble im Rahmen des IBA-Projektes "Lutherweg Eisleben" waren für die Gemeinde von St. Petri-Pauli Anlässe, sich über die künftige Nutzung und Ausstrahlung ihrer Kirche genauer zu verständigen. Dabei ist die Idee geboren worden, hier ein „Zentrum Taufe“ zu entwickeln, das von der Gemeinde als lebendiger Taufort mit den zugehörigen Taufgottesdiensten als wesentliches Element des Gemeindelebens genutzt wird und zugleich Tauferinnerungen für alle in der Ökumene verbundene Christen ermöglicht.
Im Rahmen eines architektonisch-künstlerischen Gutachterverfahrens waren fünf Architekturbüros eingeladen einen Entwurf zur Weiterentwicklung und Neugestaltung des Taufortes und des Innenraum der Kirche zu entwickeln. Das Projekt wird im Rahmen des Investitionsprogramms Nationale UNESCO-Welterbestätten gefördert.
Das Büro für urbane Projekte war für die organisatorische Begleitung, Vorbereitung und Betreuung des Verfahrens verantwortlich.
Im Integrierten Handlungskonzept zur Aufwertung der Georg-Schumann-Straße wird die stadträumliche Idee einer „Perlenschnur von besonderen Orten und Platzräumen“ formuliert, um die bisher eher eintönig und austauschbar wirkende Magistrale durch unverwechselbare und vielfältig nutzbare (öffentliche) Plätze und besondere „Adressen“ zu akzentuieren.
Zur Vertiefung eines Gesamtkonzeptes und der exemplarischen Ausarbeitung von vier Einzelbereichen wurde vom 10.–12.05.2010 eine Planungswerkstatt mit vier Bearbeitungsteams aus Architekten und Landschaftsarchitekten durchgeführt. Ein Gremium aus Fachberatern, Sachverständigen und ortsansässigen Akteuren begleitete die Planungswerkstatt in Diskussionsrunden und Kolloquien und bewertete abschließend die vielfältigen Ideen der Teilnehmer.
Das Büro für urbane Projekte war für das Konzept, die organisatorische Begleitung, die Vorbereitung und die Ergebnisdokumentation der Werkstatt verantwortlich.
Der Wilhelm-Leuschner-Platz am südlichen Rand der Leipziger Innenstadt rückt durcheine neue Station des City-Tunnels, den Bau der katholischen Propsteikircheund die private Initiative zum Bau einer Marthalle in den Fokus der Stadtentwicklung.
In einer Städtebauwerkstadt mit einem vorgeschalteten Bürgerforum entwickelten sechs Teams aus Architekten, Stadtplanern und Landschaftsplanern im Dialog mit Vertretern der Stadt, Anrainern, potenziellen Investoren und Protagonisten der Stadtgesellschaft Vorschläge zur Aktualisierung des städtebaulichen Leitbildes für den Bereich Wilhelm-Leuschner-Platz.
Das Büro für urbane Projekte war für das Konzept, die organisatorische Begleitung, die Vorbereitung, die Synthese der Ergebnisse und Dokumentation verantwortlich. Die Ergebnisse werden im Rahmen der Ausstellung Realstadt des BMVBS ab 2. Oktober 2010 im Kraftwerk Mitte, Berlin präsentiert.
Die erste Trinitatiskirche der Kath. Propsteigemeinde St.Trinitatis wurde 1847 westlich des neuen Rathauses fertig gestellt. Sie wurde1943 bei einem schweren Bombenangriff zerstört. Die heutige Propsteipfarrei inder Emil-Fuchs-Straße wurde erst im Jahre 1982 als Domizil der Gemeinde geweiht,wies aber innerhalb kurzer Zeit gravierende Bauschäden auf, die sich weiterfortsetzten. Die Propsteipfarrei entschloss sich deshalb, bis zum Jahr 2012 eine neue Trinitatiskirche mit Pfarrzentrum zu errichten und mit dieser wiederins Stadtzentrum zurückzukehren.
Nachdem am Wilhelm-Leuschner-Platz ein geeignetes Grundstück gefunden worden war, lobte die Propsteigemeinde 2009 einen zweiphasigen Realisierungswettbewerb mit 20 eingeladenen Teilnehmern und internationaler Beteiligung nach RPW 2008 aus, um den städtebaulich, gestalterisch und funktional besten Entwurf für den Standort zu finden.
Das Büro für urbane Projekte war mit der Durchführung eines städtebaulichen Workshops im Vorfeld des Wettbewerbs, der Vorbereitung und Betreuung des Wettbewerbsverfahrens einschließlich der Vorprüfung sowie der Dokumentation der Ergebnisse in Ausstellungen und einer Broschüre beauftragt.
Der Leipziger Osten gehört seit 1990 zu den Schwerpunktgebieten der Stadterneuerung in Leipzig. Mit dem Blick auf die intensive Arbeit an der Erneuerung des benachteiligten Stadtteils in den vergangenen 15 Jahren kann konstatiert werden, dass mit dem integrierten und akteursbezogenen Handlungsansatz sehr viel Positives erreicht wurde. Deshalb musste der Kurs neu bestimmt werden.
Im Rahmen einer Strategiewerkstatt mit integrierter Bürgerwerkstatt entwickelten Teams aus lokalen Akteuren und externen Experten Vorschläge für die künftige funktionale und stadträumliche sowie wirtschaftliche, soziale, städtebauliche und freiräumliche Entwicklung des Leipziger Ostens. Die Ergebnisse der Strategiewerkstatt bilden den Ausgangspunkt für ein Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Leipziger Osten 2020.
Das Büro für urbane Projekte war mit der Konzeption, Moderation und inhaltlichen Dokumentation des Prozesses sowie mit der Aufbereitung der Ergebnisse beauftragt.