Die städtebauliche Entwicklung der Innenstadt in den beiden Jahrzehnten nach der gesellschaftlichen Wende 1989/90 spiegelt einen tiefgreifenden Wandlungsprozess der Stadt Leipzig. Nahezu alle Grundstücke, Gebäude und baulichen Ensembles, aber auch ein großer Teil der öffentlichen Räume in der Innenstadt haben seit 1990 eine Sanierung, Erneuerung oder Neugestaltung erfahren.
Die in der Reihe „Beiträge zur Stadtentwicklung“ erschienene Publikation „Die Leipziger Innenstadt – Planen und Bauen 1900 - 2010“ zeichnet diesen intensiven und facettenreichen Planungs- und Bauprozess anhand von markanten Projekten nach und reflektiert die stadtentwicklungspolitischen Ziele und städtebaulichen Leitbilder.
Das Büro für urbane Projekte hat diese Publikation in Kooperation mit dem Stadtplanungsamt konzipiert und realisiert.
Ein Pilotprojekt im Rahmen der „Nationalen Stadtentwicklungspolitik“ des BMVBS
Die drei Städte Bremen, Leipzig und Nürnberg mit einer vergleichbaren Tradition als Handelsstädte, Bürgerstädte und Wirtschaftsstandorte mit besonderen Profilen suchen bewusst nach einem Austausch über die aktuellen Herausforderungen einer integrierten Stadtentwicklung. Zugleich bekenne sie sich zu ihren eigenständigen, in den Kulturen der jeweiligen Stadtgesellschaft verankerten Willensbildungsprozessen, Verwaltungspraktiken, Kommunikationsformen, Umsetzungsstrategien und Projekten.
Das Kooperationsvorhaben orientiert sich an drei Themenfeldern: "Ökonomische Innovation und kreative Millieus", "Urbane Lebensqualität" und "Regionale Kooperation". Jedem Themenfeld sind jeweils zwei Projektfamilien zugeordnet. Hier treten die in Projekten tätigen Akteure insbesondere im Rahmen von mehrtägigen Workshops in einen direkten Austausch, die jedes Jahr in einer der drei Städte stattfinden und deren Ertrag dokumentiert wird. Parallel zur Arbeit der Projektfamilien tauschen sich die für Stadtentwicklung zuständigen Bereiche der Verwaltung aus.
Das Büro für urbane Projekte moderiert den stadtübergreifenden Arbeits- und Kommunikationsprozess und zeichnet sich für die Begleitforschung im Rahmen von ExWoSt verantwortlich.
In PLUREL („Peri-urban Land Use Relationships“, www.plurel.net) wurden fachübergreifend vier Szenarien für Europa im Jahr 2025 entwickelt. Darauf aufbauend sind zukünftige Landnutzungsänderungen in europäischen Stadtregionen im Allgemeinen und speziell für sechs Fallstudien erforscht worden: Haaglanden, Koper, Leipzig-Halle, Manchester, Montpellier und Warschau sowie zum Vergleich die chinesische Stadt Hangzhou. Das Projekt wurde unter Leitung der Universität Kopenhagen von 31 Partner- organisationen in 14 europäischen Ländern und China bearbeitet.
Das in der Region Leipzig-Halle ansässige Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ hat einen wesentlichen Beitrag zu den Forschungsergebnissen des Projekts geliefert, unterstützt von einem Team regionaler Akteure sowie dem Büro für urbane Projekte, welches sich für die Moderation der Stakeholder-Teams verantwortlich zeichnet. Zu den Aufgaben gehörte ebenso das Konzept, die Moderation und Dokumentation des Regionalworkshops "Raumentwicklung in der Region Leipzig-Halle" am 27.02.2009 in Leipzig.